Der 14. Deutsch-Türkische Kooperationsrat (DTKR) fand am 24. und 25. April 2008 in Ankara statt. Er dient zu Ausbau und Pflege der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Er hat sich als Forum zum Meinungsaustausch zwischen Unternehmern sowie zwischen Unternehmen und Politik fest etabliert. Neben Plenarveranstaltungen tagten Arbeitsgruppen zu den Themen „Industrie und Investitionen/Energie“, „Handel“, „Tourismus“ sowie „Wissenschaft, Forschung und Technologie“.
Protokolle der Arbeitsgruppen
Protokoll der Arbeitsgruppe Tourismus liegt gegenwärtig nicht vor.
Präsentationen der Arbeitsgruppe Industrie und Investitionen
Im Jahr 2005 hatte die EU-Kommission eine Strategie entwickelt, um mittels „Konsolidierung“, „Konditionalität“ und „Kommunikation“ weitere EU-Beitritte unter Beachtung der europäischen Aufnahmefähigkeit zu ermöglichen.
Im November 2007 hat die EU-Kommission letztmals eine Zwischenbilanz zur Strategie gezogen. Zur Türkei zeichnet sie dabei ein differenziertes Bild. Unverändert besteht erheblicher Reform- und Anpassungsbedarf zur vollen Erfüllung des wirtschaftlichen und administrativen Kriteriums. Eine Übersicht zu den Ergebnissen findet sich hier:
Türkei: Bericht 2007
Der 13. Deutsch-Türkische Kooperationsrat (DTKR) zur Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen fand am 16. April 2007 in Hannover statt.
Er war Teil des "German Turkish Business Summit", den der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gemeinsam mit der Deutsche Messe AG, der Handelskammer Istanbul (ITO) und dem Auswärtigen Amt einberufen hatte. Der Summit war zugleich offizieller Auftakt zur diesjährigen Partnerlandpräsentation der Hannover Messe.
14. April 2007: BDI-Außenwirtschafts-Report Special Türkei zur Hannover MesseWirtschaftliche Reformen und die europäische Perspektive der Türkei haben in den letzten Jahren zu gesamtwirtschaftlicher Stabilisierung und verbesserten unternehmerischen Rahmenbedingungen beigetragen. Hiervon profitieren in- und ausländische Investoren. Das Land kann auch deutschen Unternehmen interessante Perspektiven bieten.
Das Europäische Beratungszentrum (EBZ) veröffentlichte mit Blick auf den German-Turkish Business Summit des BDI am 16. April 2007 die dritte und erweiterte Auflage der Publikation „EU-Kandidat Türkei: Wirtschaft, Wirtschaftsbeziehungen und EU-Verhandlungen".
Die 15-seitige Broschüre bietet einen sachlichen Überblick über den Stand der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sowie über inhaltliche und prozedurale Details der im Oktober 2005 begonnenen Beitrittsverhandlungen zwischen EU und Türkei. Eine umfangreiche Anlage mit Wirtschaftszahlen rundet die Publikation ab.
Gedruckte Exemplare können gegen eine Schutzgebühr von 10 EUR bestellt werden.
Stand: 3. Auflage, April 2007
BDI-Drucksache Nr. 377
13.10.06: „Deutsche Unternehmen haben mit an der Bosporus-Brücke in Istanbul gebaut, die den europäischen und asiatischen Teil der Türkei verbindet. Orhan Pamuk baut mit seinen Werken kulturelle Brücken, die gegenseitiges Verständnis fördern und regen Austausch ermöglichen“.
Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Ludolf v. Wartenberg anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an den türkischen Schriftsteller. Vor mehr als 15 Jahren habe der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI den Autor entdeckt, eine Übersetzung des Buchs „Die weiße Festung“ ermöglicht und so Pamuk und seine kongeniale Übersetzerin Ingrid Iren erstmals einem deutschen Lesepublikum bekannt gemacht.
Bundeskanzlerin Merkel reiste auf Einladung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan am 5. und 6. Oktober 2006 mit einer Wirtschaftsdelegation in die Türkei.
Ziele waren unter anderem, die bilateralen Beziehungen im europäischen Kontext weiter zu entwickeln und wirtschaftliche Aktivitäten zu flankieren.
Die Delegation umfasste Unternehmer der obersten Führungsebene aus verschiedenen Branchen. Der BDI hatte auf Bitte der Regierung im August Interessenbekundungen zur Mitreise in einem offenen Prozess entgegengenommen und zur Entscheidung an das Bundeskanzleramt geleitet.
Im Rahmen des Besuchsprogramms fand am 6. Oktober 2006 in Istanbul ein hochrangig besetztes "Wirtschaftsforum" statt. Wir dokumentieren die Ansprache von BDI-Präsident Thumann (in Auszügen) sowie die Rede von Bundeskanzlerin Merkel.
„Wir erwarten, dass die Beitrittsverhandlungen auf beiden Seiten konstruktiv, offen und mit Augenmaß geführt werden. Aus Sicht der Wirtschaft wird im Verhandlungsmandat zu Recht Wert darauf gelegt, dass die tatsächliche Umsetzung des EU-Rechts Maßstab für den Abschluss der jeweiligen Verhandlungskapitel ist. Die Verhandlungen werden zu Recht ergebnisoffen geführt. Einen Automatismus kann es nicht geben.
Die deutsche Industrie setzt sich seit langem dafür ein, dass die Türkei so zügig wie möglich an den europäischen Binnenmarkt herangeführt wird. Dies wird dazu beitragen, den türkischen Reformkurs zu verstetigen und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu vertiefen. Sinnvoll wäre es, die Türkei möglichst bald in den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einzubinden. Der EWR, dem vor ihrem Beitritt Österreich, Finnland und Schweden angehörten, bildet noch heute den rechtlichen Rahmen für besonders enge Wirtschaftsbeziehungen der EU mit Norwegen, Island und Liechtenstein.
Die Heranführung der Türkei an diesen Kreis wäre lohnend, ohne dass damit die politische Entscheidung über eine spätere Mitgliedschaft der Türkei in der EU präjudiziert werden soll. Am Ende der Verhandlungen wird nicht nur entscheidend sein, ob die Türkei alle Beitrittsvoraussetzungen erfüllt. Auch die EU muss in der Lage sein, dieses große Land ohne eine Gefährdung ihrer politischen und institutionellen Balance aufzunehmen."