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Außenwirtschafts-, Handels- und Entwicklungspolitik
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 BDI-Außenwirtschaftsbarometer 2008: Exportwachstum gedämpft
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In der jährlichen BDI-Umfrage zur Exportentwicklung – die unmittelbar vor der Zuspitzung der Finanzkrise stattfand – erwarten die BDI-Branchenverbände für 2008 ein Wachstum der Ausfuhren von bis zu 4 %, für 2009 nur noch von 1,3 %. Exporteinbußen in den USA und der EU steht eine zuversichtlichere Einschätzung der Märkte Asiens, Osteuropas und des Mittleren Ostens gegenüber.

Die diesjährige BDI-Branchenumfrage zu den Exportaussichten fand unmittelbar vor der Zuspitzung der Ereignisse in den USA und Europa statt. Zu diesem Zeitpunkt erwarteten die Industriebranchen noch für 2008 ein Wachstum der Ausfuhren von bis zu 4 Prozent. Dabei verfügt die deutsche Industrie (noch) über ein gutes Polster an Auftragsbeständen, das in diesem Jahr noch abgearbeitet werden kann. Die Exporte der Unternehmen könnten damit die 1 Billionen Euro-Grenze überschreiten und Deutschland vor China erneut Exportweltmeister werden. Tatsache ist allerdings auch, dass die Auftragseingänge der deutschen Industrie in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen sind. Diese rückläufige Entwicklung wird sich 2009 fortsetzen und das Exportwachstum drosseln. Die Industriebranchen erwarten dann nur noch eine Steigerung von 1,3 Prozent.

Wachstumsimpulse gibt es weiterhin insbesondere aus Asien, Osteuropa und dem Nahen Osten. In einem schwieriger werdenden Umfeld erwarten die chemische Industrie, die Elektroindustrie, der Maschinenbau, die Ernäh¬rungsindustrie, der Schiffbau und die Pharmaindustrie für 2009 nur geringe negative Auswirkungen der Finanzkrise auf das Exportgeschäft. Besonders betroffen sind die Automobilindustrie, die Stahl- und Metallindustrie und – abgeschwächt – die Bauindustrie, die zusätzlich durch die internationale Immobilienkrise betroffen ist.

Insgesamt erwartet die Industrie Rückgänge der Exportumsätze in der EU und Nordamerika. Umsatzzuwächse – wenn auch geringer als in diesem Jahr – erwarten die Branchen für die Regionen Asien, Osteuropa, Naher und Mittlerer Osten und – stark abgeschwächt – für Lateinamerika und Afrika. Die genaue Höhe der Zuwächse wird maßgeblich davon abhängen, inwieweit die Wachstumsmärkte durch die weltweite Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

 Sitzung des BDI-Ausschuss Außenwirtschaft am 11.09.08
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Am 11. September 2008 fand die Herbstsitzung des BDI-Ausschusses Außenwirtschaft im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Unter Leitung des Ausschuss-Vorsitzenden, Herrn Dr. Hubertus Erlen, entwickelte sich mit den eingeladenen Referenten und den 55 Teilnehmern eine interessante Diskussion zu den Themen Doha-Runde, bilaterale Freihandelsabkommen und der Zusammenarbeit zwischen Entwicklungspolitik und Wirtschaft.

In seiner Einführung betonte Herr Dr. Erlen, dass der Export trotz schwierigem Umfeld weiterhin ein wichtiger Träger des deutschen Wertewachstums bleibe. Zumindest in 2008 profitiere die Industrie weiterhin von einem hohen Auftragsbestand.

Frau Renate Nikolay, Mitglied im Kabinett der Handelskommission der Europäischen Union, informierte im Anschluss über den aktuellen Stand der WTO-Verhandlungen. Nach der Unterbrechung der informellen Gespräche im Juli seien alle Seiten bemüht, einen Konsens zu finden. Herr Brünjes, Leiter der Unterabteilung Handel im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, bestätigte, dass die Bundesregierung großes Interesse an einem Abschluss habe, der auch die Interessen der deutschen Industrie nach Öffnung der Märkte in den Schwellenländern berücksichtige. Nach einer interessanten Diskussion über die verschiedenen Verhandlungen der Doha Development Agenda (DDA) informiert Frau Nikolay über die Verhandlungen der EU mit Korea, Indien, Mercosur sowie über bilaterale Freihandelsabkommen. Diese seien erforderlich, um den Marktzugang in den Schwellenländern auch für europäische Unternehmen sicherzustellen. Herr Heiko Hünsch und Herr Dr. Elmar Stöckelmann konkretisieren dies anhand des Unternehmensengagement im Rahmen von Canada Europe Round Table for Business (CERT) und Mercosur European Business Forum (EUBF).

Im letzten Vortrag erläuterte Herr Dieter Ernst, Vorstandsvorsitzender Berlin Wasser International AG und Vorsitzender des BDI-Arbeitskreises Entwicklungspolitik, die jüngste Aktivität des BDI an der Schnittstelle zwischen Entwicklungspolitik und Wirtschaft. Auch wenn das Potential einer engeren Zusammenarbeit noch lange nicht ausgeschöpft sei, habe der Arbeitskreis in den letzten Monaten einige Fortschritte erzielen können. Dazu gehöre u. a. die Zusammenarbeit im Rahmen der Initiative Krankenhausinfrastruktur.

 Freihandelsverhandlungen zwischen der EU und Indien
Im Jahre 2007 hat die EU auch Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Indien aufgenommen. Die deutsche Industrie misst den Verhandlungen eine große strategische Bedeutung zu.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Indien haben ein enormes Potential - für beide Seiten. Leider sind die Verhandlungen derzeit offenbar bereits ins Stocken geraten. Wesentliche Themen sind indische Forderungen nach umfangreichen Ausnahmen von den Zollsenkungsverpflichtungen, eine effektive Liberalisierung der Dienstleistungs- und Investitionsmärkte und die Öffnung der Beschaffungsmärkte in Indien.

Die deutsche Industrie fordert ein ehrgeiziges und umfassendes Freihandelsabkommen mit Indien. Sie hat daher ihre Kernanliegen in dem Positionspapier "EU-Handelspolitik mit Indien" zusammengefasst. Sie appelliert an beide Seiten, jetzt die Chancen für eine umfassende Marktöffnung zum beiderseitigen Nutzen zu ergreifen.

 WTO-Zollabbau ist keine Einbahnstraße
Der BDI ist ernsthaft besorgt über die aktuellen Entwicklungen bei den WTO-Verhandlungen über den Abbau von Industriezöllen.

Der jüngst veröffentlichte Kompromissvorschlag des WTO-Verhandlungsgruppenleiters Don Stephenson zeige einen eindeutigen Trend: Entwicklungs- und Schwellenländer erhielten immer mehr Möglichkeiten, ihre hohen Zölle beizubehalten, während Industrieländern weiterhin erhebliche Einschnitte abverlangt würden. „Unter diesen Vorzeichen wird der Zollabbau zu einer Einbahnstraße“, warnte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf. „Per saldo wird dadurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie schlechter anstatt besser. Das können wir nicht akzeptieren.“

Schnappauf appelliert an die Europäische Kommission, weitere einseitige Zugeständnisse kategorisch abzulehnen und auf die stärkere Marktöffnung der Schwellenländer zu drängen. „Die deutsche Industrie unterstützt nachdrücklich die WTO-Ordnung und den weltweiten Abbau von Handelshemmnissen. Einer einseitigen Liberalisierung der EU, die nicht mit einem verbesserten Marktzugang in Schwellenländern einhergeht, erteilen  wir jedoch eine klare Absage“, so der BDI-Hauptgeschäftsführer. Die WTO-Verhandlungen böten die Chance, die weltweiten Rahmenbedingungen für den internationalen Handel spürbar zu verbessern. Durch eine auf die Industriestaaten begrenzte Liberalisierung würde diese Chance verspielt.

 Außenwirtschafts-Report : Exportwirtschaft bekommt Gegenwind
28.1.2008: Im vergangenen Jahr legte der deutsche Außenhandel erneut kräftig zu. Aktuellen Schätzungen zufolge wuchsen die Exporte um 8,3%, die Importe um 5,7%. 

2008 bekommt die deutsche Exportwirtschaft zunehmend Gegenwind. Insbesondere die Schwäche der US-Wirtschaft und der starke Euro dämpfen das Geschäft. Kräf­tig bleibt dagegen die Nachfrage aus Osteuropa und Asien. Der BDI rechnet 2008 mit einem Exportwachstum von 6%.  
 
 Fachtagung "Staatsfonds als Herausforderung für die nationale Sicherheit?" am 27. November 2007
Deutliche Kritik ernteten die CDU und die Bundesregierung für ihre Pläne zur schärferen Kontrolle ausländischer Investoren in Deutschland. Im Rahmen einer Fachtagung des BDI und der Gesellschaft zur Förderung von Auslandsinvestitionen (GFA) zum Thema „Staatsfonds als Herausforderung für die nationale Sicherheit?“ wurden die aktuellen Pläne zur Änderung des Außenwirtschaftsgesetzes gründlich diskutiert. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Bernd Pfaffenbach und der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-CSU-Fraktion, Dr. Norbert Röttgen, zeigten sich einig,   [mehr]
 Investitionsfreiheit
15.8.2007: Im aktuellen Positionspapier plädiert der BDI dafür, die Investionsfreiheit zu bewahren.

 Erfolgreiche BDI-Zoll-Sicherheitskonferenz in Washington
Am 31. Oktober 2007 diskutierten mehr als 150 Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Washington über eine bessere transatlantische Zusammenarbeit beim Thema Zollsicherheit. Die Konferenz mit dem Titel „Facilitating Secure Transatlantic Trade“ wurde vom BDI gemeinsam mit dem Transatlantic Business Dialogue (TABD) und mit Unterstützung des Delegiertenbüros der Deutschen Wirtschaft (RGIT) durchgeführt.

Dr. Hubertus Erlen, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Bayer Schering Pharma AG und Vorsitzender des BDI-Außenwirtschaftsausschusses, unterstrich zu Beginn der Konferenz die Notwendigkeit eines reibungslosen transatlantischen Handels und möglichst einheitlicher Anforderungen an Unternehmen. Die beiden Leiter der EU- und US-Zollverwaltungen, EU-Generaldirektor Robert Verrue und US-Commissioner Ralph Basham bekannten sich zum Ziel der gegenseitigen Anerkennung von Sicherheitsprogrammen und kündigten rasche Fortschritte an. In zwei Podiumsdiskussionen erarbeiteten Zoll- und Sicherheitsexperten aus europäischen und amerikanischen Unternehmen Empfehlungen für eine verbesserte Zusammenarbeit. Die Konferenz hat maßgeblich dazu beigetragen, dass auf dem Treffen des Transatlantic Economic Council am 9. November 2007 eine "Roadmap" zur gegenseitigen Anerkennung bis zum Jahr 2009 vereinbart wurde.
 
 G8 Gipfel: Stellungnahme der Wirtschaft
  Kempinski Grand Hotel Heiligendamm
22.6.2007: Mit dem Gipfeltreffen in Heiligendamm hat die deutsche Bundesregierung das wichtigste Etappenziel der deutschen G8-Präsidentschaft hinter sich gebracht.

Die Wirtschaft der G8-Länder hat hohe Erwartungen an den G8-Gipfel gesetzt. Ende April 2007 haben die Wirtschaftsverbände der G8-Länder ihre gemeinsamen Erwartungen im Rahmen des BDI G8 Business Summit und in der G8 Business Declaration zum Ausdruck gebracht. Nach dem Gipfeltreffen in Heiligendamm haben die Wirtschaftsverbände zu den wesentlichen Ergebnissen Stellung genommen.

 
  BDI-Pressemitteilungen und Erwartungen der Wirtschaft im Einzelnen
 BDI G8 Business Summit
  Die Bundeskanzlerin mit den Präsidenten der G8 Wirtschaftsverbände Ansicht vergrößern
25.4.2007: BDI-Präsident Jürgen R. Thumann eröffnete den ersten BDI G8 Business Summit".

Zum ersten Mal in der G8-Geschichte treffen sich die Präsidenten der Wirtschaftsverbände der G8-Länder, um im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm im Juni die aus Sicht der Wirtschaft drängenden Fragen der Weltwirtschaft zu erörtern.

Die Präsidenten unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung. In der „G8 Business Declaration" (PDF, 2 MB) fordern sie politisches Handeln in sechs Bereichen.

  Mehr zum BDI G8 Business Summit

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