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| BDI zum IT-Gipfel |
Durch den Ausbau der Breitbandnetze könnten bis zu 250 000 Arbeitsplätze entstehen. Hierzu seien richtige politische Weichenstellung von EU-Kommission sowie der Bund und Länder erforderlich. Schnappauf: „Die EU-Kommission muss ihre IKT-Politik investitionsfreundlicher gestalten, so dass Unternehmen auch bereit sind, in hochmodernes Breitband zu investieren. Pläne der Kommission, dass IKT-Unternehmen unter bestimmten Umständen aufgespaltet werden können, verunsichern die Industrie. Auch soll die EU bei Breitbandinvestitionen eine faire Aufteilung des Investitionsrisikos nicht verhindern. Auf nationaler Ebene müssen frei werdende Rundfunkfrequenzen für die Breitbandübertragung per Funk nutzbar gemacht werden. Städte und Gemeinden sollten geeignete Leitungen und Leerrohre für den Breitbandausbau zur Verfügung stellen“, forderte der BDI-Hauptgeschäftsführer.
„Durch eine intensive Nutzung von IT-Anwendungen kann der Staat mit gutem Beispiel voran gehen“, sagte Schnappauf. Hier sollten die vorhandenen IKT-Potentiale in den Bereichen Umweltschutz (Green IT; Reduzieren des Energieverbrauchs mit Unterstützung von IKT), Verkehrstelematik, öffentlicher Verwaltung (E-Government, Kommunikation mit Behörden via Internet) sowie im Gesundheits- und Sicherheitswesen stärker ausgeschöpft werden.
| EU-Handelskommissarin Ashton |
Schnappauf bestärkte die Kommissarin in ihren Bemühungen, zu einem baldigen Erfolg der Welthandelsrunde zu kommen: „Wir brauchen einen weltweiten Abbau von Handels- und Investitionsbarrieren, um der einsetzenden Wirtschaftskrise wirksam zu begegnen. Ein ambitionierter und ausgewogener WTO-Abschluss, wie ihn die Teilnehmer am G20-Gipfel gefordert haben, ist dafür der Königsweg.“ Der BDI-Hauptgeschäftsführer forderte Unterstützung von der neuen EU-Kommissarin ein: „Wenn die Europäische Kommission eine substanzielle Marktöffnung für die europäische Industrie erreicht, kann es zu einem wettbewerbsgerechten WTO-Abschluss kommen. Die EU hat im Industriegüterbereich bereits sehr viel angeboten. Nun müssen sich die anderen Staaten bewegen. Es ist Zeit, dass die großen Schwellenländer auch in den WTO-Verhandlungen zu ihrem Bekenntnis für offene Märkte stehen.“
| Finanzkommunikation jetzt krisenfest machen! |
Angesichts der andauernden globalen Finanzmarktkrise und der damit verbundenen fundamentalen Umbrüche des deutschen Bankenmarktes wird gute Finanzkommunikation für den Mittelstand wichtiger denn je. Das zeigt eine repräsentative Studie für den Mittelstand in Deutschland, die durch die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG zusammen mit den Partnern BDI, Commerzbank AG, Financial Times Deutschland, dem Wirtschaftsmagazin impulse und mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums in Auftrag gegeben wurde. Die wissenschaftliche Durchführung lag bei Prof. Dr. Stephan Paul und Prof. Dr. Stefan Stein von der Ruhr-Universität Bochum.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Eine gute Finanzkommunikation lohnt sich. Sie hat wesentlich günstigere Bedingungen bei der Finanzierung zur Folge. Firmen mit guter Finanzkommunikation stellen weniger Sicherheiten, haben mehr Auswahl und bekommen mehr Finanzmittel. Ähnlich sehen das auch die Kapitalgeber.
Auffallend bei den Studienergebnissen ist, dass zwischen der Selbsteinschätzung der Unternehmer und der Wahrnehmung ihrer Finanzkommunikation durch die Kapitalgeber große Unterschiede herrschen. „Die Qualität der Finanzkommunikation wird in vielen Punkten sehr unterschiedlich wahrgenommen. Dies hat auch damit zu tun, dass die Kapitalgeber in den Augen der Unternehmer selber nicht klar genug Anforderungen formulieren und bedarfsorientiert beraten“, so Prof. Paul.
„Zwischen den Geschäftspartnern besteht eine dramatische Kommunikationsklemme, die sich in der globalen Finanzkrise zu einer Kreditklemme ausweiten kann. Gute oder gar exzellente Finanzkommunikation ist kein „nice-to-have“, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil guter Unternehmensführung“, ergänzt Gert Schloßmacher, Vorstandsmitglied der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG.
Ingeborg Neumann, Mitglied im Vorstand des BDI-Mittelstandsausschusses, sieht angesichts der Finanzkrise eine Verschlechterung der Kreditkonditionen. Laut einer Bankenumfrage der Deutschen Bundesbank waren die befragten Institute bei der Kreditvergabe in den letzten drei Monaten restriktiver. „Die Banken müssen zu ihren gegebenen Kreditlinien und fest vereinbarten Konditionen für Unternehmen stehen. Der Mittelstand erwartet, dass sich die Banken gerade in der aktuellen, schwierigen Situation als verlässlicher Partner erweisen“, forderte Neumann.
Die bestehende Kommunikationsklemme zu überwinden lohnt sich, wie die Ergebnisse der Studie belegen. Dies erfordert aber einen Einstellungswandel auf beiden Seiten der Kommunikationsbeziehung. Hierzu wollen die Initiatoren mit dieser Studie beitragen – ebenso wie mit dem jährlichen Preis für die beste Finanzkommunikation im Mittelstand.
| Weltfinanzgipfel |
Thumann plädierte dafür, die Eigenkapitalanforderungen für Banken (Basel II) den Erfordernissen anzupassen und international umzusetzen. Der IWF sollte als Kontrollinstanz mit neuen Kompetenzen, Instrumenten und Mitteln ausgestattet werden. Auch seien international einheitliche oder zumindest vergleichbare Zulassungsverfahren und Aufsichtsprozeduren für Rating-Agenturen sowie eine Qualitätskontrolle für Finanzprodukte dringend erforderlich. Der BDI plant, diese Forderung in den internationalen Koordinierungsprozess einzubringen. Am 3. und 4. Dezember treffen sich dazu die Industriepräsidenten der G8-Länder zu einem Sondergipfel in Paris.
[mehr]| Deutsch-amerikanische Partnerschaft |
„Die bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland sind heute stärker, reifer und ausgewogener als je zuvor“, sagte US-Botschafter Timken. „Wir handeln wirklich auf der Grundlage einer globalen Partnerschaft. Zwischen Bundeskanzlerin und Präsident, zwischen Ministern, zwischen deutschem Bundesland und amerikanischem Bundesstaat, zwischen Oberbürgermeister und amerikanischem Bürgermeister, zwischen CEOs, Forschern, Lehrern, Schülern, und zwischen allen Menschen hat die Interaktion seit der deutschen Wiedervereinigung außerordentlich zugenommen. Der tägliche Austausch zwischen Deutschen und Amerikanern, sowohl physisch als auch über elektronische Kommunikationsmittel, ist der umfangreichste und vielfältigste der Geschichte. Mehr als 1.500.000 E-Mails passieren jeden Tag den Atlantik.“
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