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Aktuelle Pressemitteilungen
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 BDI zum IT-Gipfel
Berlin, 20. November 2008
126/2008

BDI zum IT-Gipfel:
- Industrie fordert „IT-Republik Deutschland“
- Staatliche Investitionen in IT-Anwendungen forcieren
- Rahmenbedingungen für private Breitband-Investitionen verbessern


„Gezielte Maßnahmen des Staates im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien; wie zum Beispiel der Ausbau der Breitbandinfrastruktur oder der Einsatz von Verkehrstelematik, bewirken wichtige Investitions- und Wachstumsimpulse, gerade in einer Zeit des wirtschaftlichen Abschwungs.“ Das erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich des IT-Gipfels in Darmstadt. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern, fordert Schnappauf die „IT-Republik Deutschland“.

Durch den Ausbau der Breitbandnetze könnten bis zu 250 000 Arbeitsplätze entstehen. Hierzu seien richtige politische Weichenstellung von EU-Kommission sowie der Bund und Länder erforderlich. Schnappauf: „Die EU-Kommission muss ihre IKT-Politik investitionsfreundlicher gestalten, so dass Unternehmen auch bereit sind, in hochmodernes Breitband zu investieren. Pläne der Kommission, dass IKT-Unternehmen unter bestimmten Umständen aufgespaltet werden können, verunsichern die Industrie. Auch soll die EU bei Breitbandinvestitionen eine faire Aufteilung des Investitionsrisikos nicht verhindern. Auf nationaler Ebene müssen frei werdende Rundfunkfrequenzen für die Breitbandübertragung per Funk nutzbar gemacht werden. Städte und Gemeinden sollten geeignete Leitungen und Leerrohre für den Breitbandausbau zur Verfügung stellen“, forderte der BDI-Hauptgeschäftsführer.

„Durch eine intensive Nutzung von IT-Anwendungen kann der Staat mit gutem Beispiel voran gehen“, sagte Schnappauf. Hier sollten die vorhandenen IKT-Potentiale in den Bereichen Umweltschutz (Green IT; Reduzieren des Energieverbrauchs mit Unterstützung von IKT), Verkehrstelematik, öffentlicher Verwaltung (E-Government, Kommunikation mit Behörden via Internet) sowie im Gesundheits- und Sicherheitswesen stärker ausgeschöpft werden.

 EU-Handelskommissarin Ashton
Berlin, 19. November 2008
125/2008

BDI-Gespräch mit EU-Handelskommissarin Ashton:
- WTO-Einigung erzielen
- Wirtschaftkrise bekämpfen
- Industrie warnt Regierungen vor Protektionismus

„Angesichts der Finanzkrise und eines Konjunktureinbruchs in weiten Teilen der Welt benötigen wir mehr grenzüberschreitenden Handel, nicht weniger. Jegliche Art von Protektionismus ist kontraproduktiv. Daher begrüßt der BDI das Bekenntnis des Weltfinanzgipfels zu den Grundsätzen des freien Welthandels.“ Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf in einem Gespräch mit der neuen EU-Handelskommissarin Catherine Ashton am Mittwoch in Berlin.

Schnappauf bestärkte die Kommissarin in ihren Bemühungen, zu einem baldigen Erfolg der Welthandelsrunde zu kommen: „Wir brauchen einen weltweiten Abbau von Handels- und Investitionsbarrieren, um der einsetzenden Wirtschaftskrise wirksam zu begegnen. Ein ambitionierter und ausgewogener WTO-Abschluss, wie ihn die Teilnehmer am G20-Gipfel gefordert haben, ist dafür der Königsweg.“ Der BDI-Hauptgeschäftsführer forderte Unterstützung von der neuen EU-Kommissarin ein: „Wenn die Europäische Kommission eine substanzielle Marktöffnung für die europäische Industrie erreicht, kann es zu einem wettbewerbsgerechten WTO-Abschluss kommen. Die EU hat im Industriegüterbereich bereits sehr viel angeboten. Nun müssen sich die anderen Staaten bewegen. Es ist Zeit, dass die großen Schwellenländer auch in den WTO-Verhandlungen zu ihrem Bekenntnis für offene Märkte stehen.“

 Finanzkommunikation jetzt krisenfest machen!
Berlin, 19. September 2008

Finanzkommunikation jetzt krisenfest machen!
Studie zeigt gefährliche Kommunikationsklemme, die sich zur Kreditklemme ausweiten kann“

Angesichts der andauernden globalen Finanzmarktkrise und der damit verbundenen fundamentalen Umbrüche des deutschen Bankenmarktes wird gute Finanzkommunikation für den Mittelstand wichtiger denn je. Das zeigt eine repräsentative Studie für den Mittelstand in Deutschland, die durch die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG zusammen mit den Partnern BDI, Commerzbank AG, Financial Times Deutschland, dem Wirtschaftsmagazin impulse und mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums in Auftrag gegeben wurde. Die wissenschaftliche Durchführung lag bei Prof. Dr. Stephan Paul und Prof. Dr. Stefan Stein von der Ruhr-Universität Bochum.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Eine gute Finanzkommunikation lohnt sich. Sie hat wesentlich günstigere Bedingungen bei der Finanzierung zur Folge. Firmen mit guter Finanzkommunikation stellen weniger Sicherheiten, haben mehr Auswahl und bekommen mehr Finanzmittel. Ähnlich sehen das auch die Kapitalgeber.

Auffallend bei den Studienergebnissen ist, dass zwischen der Selbsteinschätzung der Unternehmer und der Wahrnehmung ihrer Finanzkommunikation durch die Kapitalgeber große Unterschiede herrschen. „Die Qualität der Finanzkommunikation wird in vielen Punkten sehr unterschiedlich wahrgenommen. Dies hat auch damit zu tun, dass die Kapitalgeber in den Augen der Unternehmer selber nicht klar genug Anforderungen formulieren und bedarfsorientiert beraten“, so Prof. Paul.

„Zwischen den Geschäftspartnern besteht eine dramatische Kommunikationsklemme, die sich in der globalen Finanzkrise zu einer Kreditklemme ausweiten kann. Gute oder gar exzellente Finanzkommunikation ist kein „nice-to-have“, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil guter Unternehmensführung“, ergänzt Gert Schloßmacher, Vorstandsmitglied der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG.

Ingeborg Neumann, Mitglied im Vorstand des BDI-Mittelstandsausschusses, sieht angesichts der Finanzkrise eine Verschlechterung der Kreditkonditionen. Laut einer Bankenumfrage der Deutschen Bundesbank waren die befragten Institute bei der Kreditvergabe in den letzten drei Monaten restriktiver. „Die Banken müssen zu ihren gegebenen Kreditlinien und fest vereinbarten Konditionen für Unternehmen stehen. Der Mittelstand erwartet, dass sich die Banken gerade in der aktuellen, schwierigen Situation als verlässlicher Partner erweisen“, forderte Neumann.

Die bestehende Kommunikationsklemme zu überwinden lohnt sich, wie die Ergebnisse der Studie belegen. Dies erfordert aber einen Einstellungswandel auf beiden Seiten der Kommunikationsbeziehung. Hierzu wollen die Initiatoren mit dieser Studie beitragen – ebenso wie mit dem jährlichen Preis für die beste Finanzkommunikation im Mittelstand.

 Weltfinanzgipfel
Berlin, 14. November 2008
124/2008

BDI-Präsident Jürgen R. Thumann zum Weltfinanzgipfel
- Konkrete Vorschläge für eine nachhaltige Stabilisierung und Kontrolle der Finanzmärkte gefordert
- Internationale Koordination zur Bewältigung der Finanzkrise forcieren
- BDI plant G8-Business-Sondergipfel zur Finanzkrise

„Vom Weltfinanzgipfel erwarten wir konkrete Vorschläge für eine nachhaltige Stabilisierung und Kontrolle der Finanzmärkte.“ Das sagte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann mit Blick auf den Weltfinanzgipfel am 15. November in Washington. „Die Finanzaufsicht muss international optimiert, die Tätigkeit der Rating-Agenturen kontrolliert und die Transparenz von Finanzinvestoren erhöht werden. Dazu benötigen wir international koordinierte Maßnahmen. Nur so können wir das Überspringen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft begrenzen und eine weitere Abschwächung der Weltkonjunktur vermeiden“, sagte der BDI-Präsident.

Thumann plädierte dafür, die Eigenkapitalanforderungen für Banken (Basel II) den Erfordernissen anzupassen und international umzusetzen. Der IWF sollte als Kontrollinstanz mit neuen Kompetenzen, Instrumenten und Mitteln ausgestattet werden. Auch seien international einheitliche oder zumindest vergleichbare Zulassungsverfahren und Aufsichtsprozeduren für Rating-Agenturen sowie eine Qualitätskontrolle für Finanzprodukte dringend erforderlich. Der BDI plant, diese Forderung in den internationalen Koordinierungsprozess einzubringen. Am 3. und 4. Dezember treffen sich dazu die Industriepräsidenten der G8-Länder zu einem Sondergipfel in Paris.

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 Deutsch-amerikanische Partnerschaft
Berlin, 12. November 2008
123/2008

BDI und US-Botschaft zur deutsch-amerikanischen Partnerschaft: „Transatlantische Wirtschaftsintegration weiter stärken“
- Finanzkrise, Energiesicherheit und Klimawandel nur gemeinsam zu bewältigen
- Beziehungen zwischen USA und Deutschland heute stärker, reifer und ausgewogener als je zuvor
- US-Unternehmen in Deutschland mit 800 000, deutsche Unternehmen in den USA mit 670 000 Arbeitsplätzen

„Die USA sind für Deutschland der wichtigste Markt außerhalb der EU: Acht Prozent der deutschen Exporte sowie 30 Prozent der deutschen Direktinvestitionen entfallen allein auf die USA.“ Dies sagte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann anlässlich einer gemeinsam von BDI und US-Botschafter William R. Timken vorgestellten Studie über den Umfang der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. „Die aktuellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten zeigen: Deutschland, Europa und die USA können die globalen Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen. Gleiches gilt für den Klimawandel und den freien Welthandel“, so der BDI-Präsident. „Deutschland ist mit der US-Wirtschaft auf das Engste verknüpft. Eine Stärkung der transatlantischen Partnerschaft und ein Ausbau der Zusammenarbeit liegen im ureigensten Interesse der deutschen Wirtschaft. Deutsche Unternehmen beschäftigen in den USA 670 000 Arbeitnehmer, US-Unternehmen in Deutschland stellen mehr als 800 000 Arbeitsplätze.“

„Die bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland sind heute stärker, reifer und ausgewogener als je zuvor“, sagte US-Botschafter Timken. „Wir handeln wirklich auf der Grundlage einer globalen Partnerschaft. Zwischen Bundeskanzlerin und Präsident, zwischen Ministern, zwischen deutschem Bundesland und amerikanischem Bundesstaat, zwischen Oberbürgermeister und amerikanischem Bürgermeister, zwischen CEOs, Forschern, Lehrern, Schülern, und zwischen allen Menschen hat die Interaktion seit der deutschen Wiedervereinigung außerordentlich zugenommen. Der tägliche Austausch zwischen Deutschen und Amerikanern, sowohl physisch als auch über elektronische Kommunikationsmittel, ist der umfangreichste und vielfältigste der Geschichte. Mehr als 1.500.000 E-Mails passieren jeden Tag den Atlantik.“

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